Wachs-Skandal

Die Imkerszene wurde vor einigen Wochen durch Meldungen aufgeschreckt, dass mit dem Wachs, dass viele Imker extern zukaufen oder umarbeiten lassen etwas nicht stimmt. Analysen haben ergeben, dass das Wachs oftmals erheblich mit Paraffin oder sogar Stearin gestreckt wurde. Unter anderem sind riesige Mengen Kunstwachs aus China über Belgien auch nach Deutschland importiert worden, die mit Bienenwachs nur die Farbe gemein hatten.

Das ist nicht nur eine schlimme Vorstellung, sondern hat auch heftige Auswirkungen auf die Entwicklung der Völker, denen solches Wachs angeboten wird, da die junge Brut durch die Fremdwachse geschädigt und von den Bienen dann rausgeworfen wird. Die Imker wunderten sich dann über die nur zögerliche Entwicklung. Nach einem Wechsel der Waben  entwickelten sich die Völker dann unauffällig weiter.

Auch wenn wir überzeugt waren, unser eigenes Wachs seit Jahren bei einem sehr zuverlässigen Anbieter zu Mittelwänden umarbeiten zu lassen, haben wir, um ganz sicher zu gehen,  unser Wachs in einem Speziallabor analysieren lassen.

Heute kam das Ergebnis: Reines Bienenwachs ohne jegliche Verunreinigung. analyse-s-1analyse-s-1

Es gibt uns noch…

Nach einem echt turbulenten Sommer geht nun langsam die Saison zu Ende und wir haben endlich mal wieder Zeit für den Schreibtisch. Und damit auch, hier endlich mal wieder ein wenig aus der Imkerei zu berichten.

Wir haben ja ziemlich in neue und noch bessere Erntetechnik investiert, um unseren Honig bestmöglich ernten und verarbeiten zu können. Die hat auch wunderbar funktioniert, war aber leider aufgrund der über Monate hinweg miesen Wetter-Trachtverhältnisse mitunter recht unterfordert. Naja, nächstes Jahr ist ja auch noch ein Jahr.

Inzwischen sind alle Völker weitgehend aufgefüttert und mit Oxalsäure gegen die Varroamilbe behandelt. Und wir haben noch reichlich Winterfutter über, weil die Völker, wie sollte es auch anders sein, nach Beginn der Einfütterung noch reichlich Tracht in der Goldrute und dem Springkraut gefunden haben. Aber den Honig dürfen die Mädels natürlich behalten, weil wir ja bereits mit Zucker gefüttert haben, fällt ein Ernten flach.

Nun ist aller Honig abgefüllt und es kann an den Großputz in der Honigwerkstatt gehen, bevor dann Ende des Monats dann die Völker noch die fehlenden Futterrestmengen erhalten und langsam die Winterruhe näher kommt.

 

 

 

Er ist da!

Es gibt ihn wieder! Nach einigen Wochen Tag- und Nachtschicht ist der größte Teil der Frühjahrsernte inzwischen in den Gläsern. Der Honig ist wieder ziemlich lecker geraten, aber auch extrem trocken durch die ungewöhnliche Witterung. Da haben wir unsere Schleuder ganz schön strapaziert.

Bereits drei Tage nach dem Abfüllen hat sich bei einigen Chargen eine Honigblüte gebildet – neben dem geringen Wassergehalt und einer hohen Haltbarkeit ist das auch ein Zeichen für einen schonend abgefüllten und nicht erwärmten Honig.

Neben unserem beliebten Raps-Weißdorn-Honig haben wir auch wieder leckeren Gartenhonig aus dem Reinbeker Villenviertel ernten können. Der gefällt uns richtig gut.

Vor wenigen Tagen haben die ersten frühen Linden haben bereits angefangen zu blühen und die Bienen sind schon eifrig dabei, die zurückgegebenen Waben mit dem leckeren Gut zu füllen. Wir hoffen sehr, dass uns hier Platzregen, Hagelschauer & Co erspart bleiben, damit die Blütenvielfalt den Bienen möglichst lange zur Verfügung steht.

Schwarmzeit

Wir machen das ja inzwischen schon einige Jahre mit den Bienen, aber dieses Jahr toppt in Sachen Entwicklung der Völker und Herausforderungen für die Imker so ziemlich alles. Nachdem das Wetter ewig schlecht war, dann der Raps fast zwei Wochen temperaturbedingt ohne Bienen auskommen musste, explodieren die Völker nun. Durch das schwierige Wetter war es nicht leicht, den passenden Zeitpunkt zu finden und die Völker nicht zu früh (wegen Kälte) und nicht zu spät (wegen Schwarmtrieb) zu erweitern. Meist hat es scheinbar geklappt, aber an ein, zwei Standorten haben die Bienen ihre Weiselzellen fast schon versteckt und wir müssen dort leider ein Mal die Woche alle Völker Wabe für Wabe kontrollieren.

Die ersten Ableger sind auch schon gebildet und in wenigen Tagen steht der Beginn der Frühtrachternte an, denn der Honig ist schon erstaunlich trocken und reif. Mal sehen, wie unsere neue Erntetechnik funktionieren wird.

Sommerernte

Das war ein Sommer in der Imkerei. Nachdem die kalte Witterung im Frühjahr ziemlich auf die Ernteergebnisse aus der Rapstracht geschlagen hat, konnten wir schon kurz nach deren Ernte einen ziemlich dunklen Waldtrachthonig ernten, mit viel Robinie, Blatthonig und Brombeerblüte. Sehr lecker, sagen alle, die diesen Honig bereits probiert haben. Sommerernte weiterlesen

Jetzt aber

Nachdem es unglaublich lange viel zu kalt für die Bienen und ihr Nektarsammeln war, füllen sich nun endlich die Zargen nicht nur mit Bienen, sondern auch mit Honig. Bei den extremen Wetterlagen der letzten Tage bleibt zu hoffen, dass kein Starkregen die Rapsfelder niedermäht. Jetzt aber weiterlesen