Wissenswertes über Honig

Das Beeindruckendste gleich vorab: Um ein 500g-Glas Honig zu füllen, fliegen die Bienen eine Strecke, die drei Mal um die Erde reicht und bestäuben dabei bis zu sieben Millionen Blüten!

Die Ernährung der Welt hängt an unseren Bienen. Durch den Kauf von lokalem Honig tun Sie daher nicht nur Ihrer Gesundheit einen Gefallen, sondern helfen zudem Ihrem Imker, auch künftig genügend Bienen für die Bestäubung in der Landwirtschaft und die Fruchtbarkeit der Böden betreuen zu können.

Wir halten unsere Bienen in Gebieten mit möglichst abwechslungsreicher Tracht. Hiervon profitieren nicht nur unsere Bienen, indem sie ein ausreichendes und abwechslungsreiches Nahrungsangebot finden, auch Sie als Honigliebhaber können dadurch besonders aromatische Honige genießen.

Da Honig ein Naturprodukt ist, schmeckt dieser übrigens in jedem Jahr unterschiedlich. Auch stellt man als Imker immer wieder fest, dass der Honig eines jeden Volkes im Vergleich etwas unterschiedlich schmeckt.

Woraus besteht Honig? Naturbelassener Honig besteht hauptsächlich aus Trauben- und Fruchtzucker, beinhaltet aber außerdem über 180 verschiedene Stoffe. Hierzu zählen auch Mineralstoffe, organische Säuren, Spurenelemente, Aminosäuren, antibakterielle Wirkstoffe sowie Enzyme. Nicht umsonst werden dem Honig seit jeher gesundheitsfördernde und heilende Wirkungen zugesprochen.

Was macht guten Honig aus? Jeder gute Honig wird früher oder später fest. Dieses so genannte Kandieren ist bei naturbelassenem Honig ein ganz normaler Vorgang, der je nach  Honigsorte unterschiedlich schnell oder stark verläuft. Während vor allem Akazienhonig sehr lange flüssig bleibt, werden die meisten Blütenhonige recht schnell fest.

Kalt geschleudert? Sicher kennen Sie das „Prädikat“ kalt geschleudert. Dies ist allerdings eher ein Marketing-Trick, denn Honig kann grundsätzlich nur kalt geschleudert werden, da sonst die Waben schmelzen würden. Entscheidend ist vielmehr, wie der Honig im Anschluss behandelt wird. Seit Sommer 2011 ist daher die Bezeichnung „kalt geschleudert“ nicht mehr erlaubt – gut so.

Warum bieten wir keinen Bio-Honig an? Wir betreuen unsere Bienen und behandeln unseren Honig wie von den Bio-Zertifizieren erwartet, sind aber überzeugt davon, dass sich unsere Bienen in den von uns verwendeten Segeberger Kunststoffbeuten sehr wohl fühlen und gut entwickeln. Daher möchten wir nicht unsere gesamten Bienenkästen gegen Holzkästen, womöglich noch aus Holz aus Regenwäldern, umtauschen. Da wir dieses Kriterium nicht erfüllen, können wir unseren Honig nicht entsprechend zertifizieren lassen. Und wir sind zudem der Meinung, dass es aufgrund der Besonderheiten in der Imkerei hier um andere Kriterien der Verantwortung und des Handels geht. Die Biene ist, anders als andere landwirtschaftlichen Nutztiere, nach wie vor ein Wildtier. Daher sammeln sowohl Bio- als auch Nichtbio-Bienen ihren Nektar in der selben freien Natur. In unserem Fall sogar in zwei großen Naturschutzgebieten in unserer Gegend – ohne gentechnisch veränderte Landwirtschaft in der Umgebung.

Wie sollte Honig verarbeitet werden? Hier bildet die von der Schleuderung bis zur Abfüllung schonende Behandlung des kostbaren Honigs eine der Grundvoraussetzungen für die von unseren Kunden beliebte Qualität. Dabei kommt der Honig in unveränderter Zusammensetzung und so naturbelassen in´s Glas, wie er von unseren Bienen gesammelt wurde. Selbstverständlich verzichten wir während der gesamten Ernte auf ein Erhitzen des Honigs. Um Ihnen dennoch einen streichfähigen Honig liefern zu können, wird der Honig vor dem Abfüllen einige Tage cremig gerührt. Dabei werden die sich natürlich bildenden Kristalle zerkleinert und gleichmäßig verteilt. Um das Honig-Aroma bestmöglich zu erhalten, legen wir großen Wert darauf, dass der Honig nur aus frischen, unbebrüteten Waben gewonnen wird, damit der Honig in direktem Kontakt mit dem Bienenwachs reifen kann. In diesem Jahr war der Honig so trocken, dass mitunter kleinste Wachsteilchen nach dem Schleudern in den Klärfässern nicht mehr richtig aufsteigen konnte und mitunter im Glas gelandet sein können.  Das schadet aber weder dem Geschmack noch der Heilkraft unseres Honigs,

Wie sollte Honig gelagert werden? Möglichst kühl, trocken und lichtgeschützt, um seine wertvollen Bestandteile zu schützen. Aber nicht im Kühlschrank.

Ein paar Worte noch zur „Honig-Optik“Einige Monate nach der Ernte bilden sich oftmals weiß verfärbte Bereiche an der Oberfläche oder am Glasrand. Diese so genannte „Blütenbildung“, die vor allem bei besonders wasserarmen, lange haltbaren Honigen auftritt, stellt genau genommen ein Qualitätsmerkmal dar. Mitunter finden Sie zudem beim Öffnen des Glases auf der Honigoberfläche kleine Luftbläschen – auch dies ist kein Qualitätsmangel, vielmehr entstehen diese beim Abfüllen des gerührten und kurz vor dem Kandieren stehenden Honigs und werden zusammen mit dem Honig fest – somit ein Zeichen, dass der Honig nicht erwärmt worden ist.

Kandierte Honige können Sie als Verbraucher durch schonendes Erwärmen im Wasserbad wieder verflüssigen. Um seine Inhaltsstoffe zu erhalten, sollten dabei 40 Grad nicht überschritten werden.